NÆDL Blog
Wie NÆDL deine Value-Action Gap schließt
Warum nachhaltige Menschen oft keine nachhaltigen Möbel kaufen? Fast jeder möchte nachhaltiger leben. Wir kaufen Bio-Lebensmittel, verzichten auf Plastiktüten, fahren häufiger mit dem Fahrrad und achten auf unseren Energieverbrauch. Gleichzeitig werden jedes Jahr Millionen neuer Möbel produziert, obwohl viele Menschen angeben, Umwelt- und Klimaschutz wichtig zu finden. Wie passt das zusammen? Die Antwort liegt in einem Phänomen, das Wissenschaftler als Value-Action Gap bezeichnen. Was ist die Value-Action Gap? Die Value-Action Gap beschreibt die Lücke zwischen den persönlichen Werten eines Menschen und seinem tatsächlichen Verhalten. Viele Menschen möchten nachhaltige Entscheidungen treffen. Im Alltag handeln sie jedoch oft anders als ihre Werte es eigentlich nahelegen würden. Das liegt selten an mangelndem Interesse am Umweltschutz. Viel häufiger stehen praktische Hindernisse im Weg: fehlende Informationen mangelnde Transparenz begrenzte Zeit höhere wahrgenommene Kosten Unsicherheit über die tatsächliche Wirkung einer Entscheidung Komfort und Gewohnheiten und ein riesiger Marketing und Lobbyaufwand für nicht nachhaltige Optionen Die Folge: Nachhaltigkeit wird zwar befürwortet, aber nicht umgesetzt. Warum ist die Value-Action Gap beim Möbelkauf besonders groß? Beim Kauf von Möbeln ist diese Lücke oft deutlich größer als in vielen anderen Konsumbereichen. Während wir Lebensmittel regelmäßig kaufen und dadurch schnell Erfahrungen sammeln, treffen wir Möbelentscheidungen oft nur alle paar Jahre. Gleichzeitig sind Möbelkäufe mit hohen Erwartungen verbunden: Das Möbelstück soll optisch gefallen. Es soll langlebig sein. Es muss zur Wohnung passen. Der Preis soll stimmen. Lieferung und Aufbau sollen unkompliziert sein. Nachhaltigkeit wird dabei häufig zu einem zusätzlichen Entscheidungskriterium, aber selten zum wichtigsten. Hinzu kommt, dass nachhaltige Möbelangebote oft mit Hürden verbunden sind: Gebrauchte Möbel müssen mühsam gesucht werden. Qualität und Zustand sind schwer einzuschätzen. Stil und Design wirken teilweise nicht zeitgemäß. Die Herkunft und Umweltwirkung bleiben unklar. Viele Menschen verbinden Nachhaltigkeit mit Kompromissen. Selbst Menschen mit ausgeprägtem Umweltbewusstsein greifen deshalb am Ende häufig zum neu produzierten Möbelstück. Nicht weil sie ihre Werte aufgeben, sondern weil die nachhaltige Alternative komplizierter erscheint. Die eigentliche Herausforderung: Nachhaltigkeit muss einfacher werden Menschen ändern ihr Verhalten selten durch Appelle. Sie ändern ihr Verhalten dann, wenn die nachhaltige Wahl gleichzeitig die attraktive, einfache und bequeme Wahl wird. Genau hier setzt NÆDL an. Wie NÆDL die Value-Action Gap schließt NÆDL wurde mit der Überzeugung gegründet, dass nachhaltige Möbel keine Nischenprodukte sein sollten. Statt Kunden zu überzeugen, auf Design, Komfort oder Qualität zu verzichten, verfolgt NÆDL einen anderen Ansatz: Nachhaltigkeit soll selbstverständlich werden. 1. Nachhaltigkeit ohne Verzicht Viele nachhaltige Produkte scheitern daran, dass sie als Alternative wahrgenommen werden. Bei NÆDL steht deshalb zunächst das Möbelstück im Mittelpunkt. Kundinnen und Kunden finden hochwertige, attraktive Möbel mit Charakter – und erhalten die Nachhaltigkeit gleich mit dazu. Die Entscheidung wird nicht zwischen „schön“ oder „nachhaltig“ getroffen. Sie wird zwischen „schön und nachhaltig“ und „neu produziert“ getroffen. 2. Transparenz schafft Vertrauen Nachhaltigkeit ist oft unsichtbar. Deshalb macht NÆDL sichtbar, welche Wirkung ein Möbelstück haben kann. Durch Informationen zu Wiederverwendung, Re:design, Re:cycling und eingesparten Ressourcen wird aus einem abstrakten Nachhaltigkeitsversprechen ein nachvollziehbarer Mehrwert. Kunden erkennen unmittelbar, welchen Beitrag ihre Kaufentscheidung leisten kann. 3. Zirkularität wird zugänglich Viele Menschen unterstützen die Idee der Kreislaufwirtschaft. Die praktische Umsetzung ist jedoch oft aufwendig. NÆDL macht zirkuläre Möbel an einem zentralen Ort zugänglich und reduziert damit den Aufwand für die Kunden erheblich. Statt selbst stundenlang nach geeigneten Lösungen zu suchen, können Käufer gezielt aus kuratierten Angeboten wählen. 4. Nachhaltigkeit wird emotional Menschen kaufen Möbel selten ausschließlich rational. Sie kaufen Geschichten, Atmosphäre und Identität. Ein Möbelstück aus wiederverwendeten Materialien oder ein liebevoll redesignter Schrank erzählt eine Geschichte, die kein Massenprodukt erzählen kann. Dadurch entsteht eine emotionale Verbindung, die nachhaltige Entscheidungen attraktiver macht. Nachhaltiges Handeln beginnt mit besseren Entscheidungen Die meisten Menschen wollen einen positiven Beitrag leisten. Das Problem ist selten die Motivation. Das Problem ist, dass nachhaltige Entscheidungen häufig komplizierter, zeitaufwendiger oder weniger attraktiv erscheinen als konventionelle Alternativen. NÆDL schließt diese Lücke, indem Nachhaltigkeit nicht als zusätzliche Aufgabe verstanden wird, sondern als integrierter Bestandteil eines guten Produkts. So wird aus einem Möbelkauf mehr als nur eine Einrichtungslösung: Er wird zu einer Entscheidung für Qualität, Design und Kreislaufwirtschaft – ohne dass Kundinnen und Kunden dafür Kompromisse eingehen müssen. Die Zukunft nachhaltigen Konsums Die größte Umweltwirkung entsteht nicht dadurch, dass Menschen perfekte Konsumenten werden. Sie entsteht, wenn nachhaltige Entscheidungen die einfachsten Entscheidungen werden. Genau daran arbeitet NÆDL. Denn die nachhaltigste Kaufentscheidung ist oft nicht diejenige, die die meisten Überzeugungen erfordert – sondern diejenige, die sich ganz selbstverständlich richtig anfühlt.
weiter lesen...Wie viel CO₂e kannst Du sparen, wenn Du ein NÆDL Möbel kaufst?
Der Kauf eines Möbelstücks ist oft eine Frage von Stil, Qualität und Preis. Doch immer mehr Menschen achten auch auf die Umweltwirkung ihrer Einrichtung. Besonders spannend dabei: Bereits die Herstellung neuer Möbel verursacht erhebliche Mengen an Treibhausgasen. Wer stattdessen auf NÆDL Möbel der Kategorien Redesign, Reuse oder Recycling setzt, kann einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Reduzierung von CO₂-Emissionen leisten. Was bedeutet eigentlich CO₂e? Wenn von Klimawirkungen gesprochen wird, fällt häufig der Begriff CO₂e (CO₂-Äquivalente). Dahinter steckt eine Kennzahl, die verschiedene Treibhausgase vergleichbar macht. Neben Kohlendioxid (CO₂) tragen beispielsweise auch Methan (CH₄) oder Lachgas (N₂O) zum Klimawandel bei. Da diese Gase unterschiedlich stark wirken, werden ihre Auswirkungen mithilfe des sogenannten Global Warming Potential (GWP) in CO₂-Äquivalente umgerechnet. So lässt sich die gesamte Klimawirkung einer Aktivität in einer einzigen Kennzahl ausdrücken: CO₂e. Wie viel CO₂e entsteht bei der Herstellung neuer Möbel? Die Herstellung neuer Möbel verursacht je nach Produkttyp unterschiedlich hohe Emissionen. Die Norwegische EPD Foundation hat Durchschnittswerte für verschiedene Möbelkategorien berechnet: Möbelstück CO₂e bei der Herstellung Sideboard 47,6 kg Regal 52,7 kg Schrank 67,3 kg Runder Esstisch 31,5 kg Meetingtisch 31,7 kg Esszimmertisch 195,5 kg Stuhl 18,1 kg Barstuhl 21,9 kg Arbeitstisch 64,0 kg Bürostuhl 68,1 kg Holzbank 11,7 kg Couchtisch 11,9 kg Lampe 9,0 kg Teppich 47,6 kg Sessel 27,6 kg 2-Sitzer-Sofa 65,8 kg 3-Sitzer-Sofa 98,7 kg 4-Sitzer-Sofa 131,6 kg Dabei handelt es sich ausschließlich um die Emissionen, die bei der Produktion entstehen. Nicht berücksichtigt sind weitere Umweltwirkungen wie Transport, Lagerung, Verpackung, Entsorgung oder die Folgen der Rohstoffgewinnung und Abholzung. Wie viel CO₂e sparst du mit einem NÆDL Möbelstück? Jedes Mal, wenn ein gebrauchtes Möbelstück weitergenutzt wird, muss potenziell kein neues Möbelstück produziert werden. Dadurch können die Emissionen der Neuproduktion vermieden werden. Kaufst du beispielsweise eine gebrauchte Kommode, vermeidest du rechnerisch die Herstellung einer neuen Kommode mit durchschnittlich 47,6 kg CO₂e. Bei einem massivholz Esstisch können sogar rund 195,5 kg CO₂e eingespart werden. Die tatsächliche Einsparung hängt natürlich vom jeweiligen Möbelstück und dessen Transportweg ab. Dennoch zeigt sich deutlich: Die Wiederverwendung bestehender Möbel ist oft eine der effektivsten Möglichkeiten, Ressourcen zu schonen. Warum Redesign- und Reuse-Möbel nachhaltiger als Neuware sind Mit dem Kauf eines Re:design- oder Re:use-Möbels unterstützt du aktiv die Kreislaufwirtschaft: Du verlängerst die Lebensdauer eines bestehenden Möbelstücks. Du reduzierst die Nachfrage nach neu produzierten Möbeln. Du verhinderst, dass ein noch nutzbares Möbelstück als Sperrmüll entsorgt wird. Du hilfst dabei, wertvolle Rohstoffe länger im Nutzungskreislauf zu halten. Du verringerst den Bedarf an neuem Holz und anderen Rohstoffen. Ein hochwertig aufgearbeitetes Möbelstück kann oft viele weitere Jahre oder sogar Jahrzehnte genutzt werden. Auch Re:cycling-Möbel leisten einen wichtigen Beitrag Nicht jedes Möbelstück kann wiederverwendet oder aufgearbeitet werden. Hier kommen Recycling-Möbel ins Spiel. Bei ihrer Herstellung werden Materialien wie Altholz, recycelte Kunststoffe oder industrielle Reststoffe genutzt und zu neuen Produkten verarbeitet. Dadurch bleiben wertvolle Rohstoffe im Kreislauf und müssen nicht neu gewonnen werden. Zudem sind bei NÆDL alle Recycling-Möbel bereits für weitere Lebenszyklen konzipiert. Sie können repariert, zerlegt oder erneut recycelt werden und unterstützen damit langfristig eine zirkuläre Wirtschaft. Kleine Kaufentscheidung, große Wirkung Die nachhaltigste Ressource ist oft diejenige, die bereits existiert. Wer sich für ein NÆDL Möbel - egal ob Redesign, Reuse oder Recycling - entscheidet, trägt dazu bei, Ressourcen zu schonen, Abfälle zu vermeiden und die Klimabelastung zu reduzieren. Jedes Möbelstück, das weitergenutzt wird, spart potenziell die Emissionen einer konventionellen Neuproduktion ein. So wird aus deiner Einrichtungsentscheidung ein konkreter Beitrag für mehr Nachhaltigkeit und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Hinweis zu den CO₂e-Werten Die genannten CO₂e-Werte basieren auf Durchschnittswerten verschiedener Produkttypen, die von der EPD Foundation berechnet wurden. Sie dienen ausschließlich als Orientierung und beziehen sich auf die Herstellung der jeweiligen Möbelstücke. Weitere Faktoren wie Transport, Nutzung, Reparatur, Entsorgung, Umwelt Folgekosten, Wasserverbrauch oder ähnliches sind darin noch nicht enthalten.
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